Heiligtum erhält Stele
Seit Samstag ist der Geschichtspark um eine Sehenswürdigkeit reicher:
das slawische Heiligtum wurde um eine Stele ergänzt. Eine Woche lang hat Peter Rappl daran gearbeitet und die Motive aus dem Holz geschnitzt. Die gewählten Symbole wurden nach Originalbefunden aus verschiedenen Ausgrabungen zusammengestellt, um eine authentische Rekonstruktion zu garantieren.
Die Stele wurde von den tatkräftigen Helfern in einem für unsere Vorfahren besonderen Winkel zum bereits vorhandenen Stein aufgestellt.
Am 20. August – einem heiligen Tag im slawischen Kalender – kann diese Erscheinung beobachtet werden: vom Stein aus gesehen geht an diesem Tag die Sonne morgens genau über der Stele auf. So diente dieser heilige Platz nicht nur als Ort für Speise- und Trankopfer (wie z.B. Brot oder Met) an die Gottheiten, sondern auch als Kalender für die frühmittelalterliche Bevölkerung.
An besonderen Festen, wie beispielsweise der Winter –und Sommersonnwende haben sich die Dorfbewohner vermutlich um das Heiligtum versammelt, um zu feiern. Diese Feiern sind aber eine reine Hypothesen, da sie nicht direkt mit schriftlichen Quellen bestätigt werden können. Somit kann man nur vermuten, in welchem Umfang Heiligtümer dieser Art genutzt wurden.


