Mittelalterdorf erhält Bäume
Die Frühjahrspflanzperiode neigt sich langsam dem Ende zu. So nutzte man im Geschichtspark noch die Gelegenheit, mehrere Bäume zu pflanzen. Dabei achtete man wieder genau darauf, dass in den entsprechenden zeitlichen Perioden auch die passenden Bäume stehen. Das slawische Frühmittelalterdorf wurde mit einer prächtigen, 20 Jahre alten Linde ausgestattet. Die Linde ist heute der Nationalbaum der Tschechen, allerdings nicht von Anbeginn an. Die Slawen verehrten eigentlich alle Bäume, am meisten jedoch die Linde und die Eiche.
Erst auf der Allslawischen Versammlung 1848 in Prag wurde die Linde offiziell zum Nationalbaum von Tschechen, Mährern, Schlesiern, Slowaken, Polen, Ruthenen, Kroaten, Serben, Slowenen und Dalmatiner erklärt. Im authentischen Bereich wurden darüber hinaus noch eine Esche und eine Ahorn gepflanzt. Rund um das Funktionsgebäude haben noch weitere Buchen, Ahornbäume und Kastanien eine neue Heimat gefunden, damit die Bäume im Sommer bereits Schatten spenden können.


