Das Hochmittelalter
Das Hochmittelalter
Zwar ähneln sich die Häuser und die Materialien sind die gleichen, doch entdeckt der aufmerksame Besucher Details an den Bauten und in der Technik, die deutlich vom Fortschritt künden. Neben der Bearbeitung der Baumaterialien sind es nicht zuletzt Änderungen im Komfort der Wohnhäuser. So leiten Rauchhauben den Qualm der Herdfeuer direkt zur Decke und die Fenster sind gegen Zugluft mit pergamentbespannten Rahmen verschlossen, die trotzdem noch etwas Licht durchlassen. Neben Pfostenbauten und Blockhäusern entstehen nun die Schwellenbauten, die als Vorläufer unseres Fachwerks gelten können. Der Mittelpunkt des hochmittelalterlichen Dorfes ist nun nicht mehr das Haus eines Häuptlings, denn die Mächtigen sitzen woanders.
Der neue Treffpunkt ist die Schenke, wo die Händler und Reisenden auf der Goldenen Straße absteigen, wo Neuigkeiten und Nachrichten verbreitet werden. Dieser Bau erscheint beinahe vertraut. Fachwerk, Fenster, Schankraum und unterteilte Funktionsräume, Kachelofen und Fußbodenbelag, man fühlt sich wohl und vertraut in dieser Dorfwirtschaft und merkt, wie weit unsere Wurzeln zurückreichen.


