Wanderung entlang der Goldenen Straße
Bärnau/Tachov. Bei herrlichem Wetter machten sich Mitglieder und Freunde des Vereins Via Carolina e.V. auf, um den Spuren der Goldenen Straße nach Tachov zu folgen. Damit erkundeten die Wanderer auch einen wichtigen Bestandteil im grenzüberschreitenden Konzept des Geschichtspark Bärnau-Tachov. Besonders erfreut zeigten sich die Organisatoren, dass unter den zahlreichen tschechischen Teilnehmern auch Senator Miroslav Nenutil war.
Die Führung der rund 50 Teilnehmer übernahm der Vorsitzende des tschechischen Vereins Terra Tachovia, Roman Soukup, der sich seit Jahren mit der Wegeführung der Goldenen Straße auseinandersetzt. Die Wanderung startete an der Grenze und schon bald wurden die Teilnehmer fündig. Sie stießen in der Wiese direkt hinter der ehemaligen Grenzstation auf die deutlich sichtbare Originaltrasse einer der bedeutendsten mittelalterlichen Handelsstraßen und folgten ihr querfeldein durch Wald und Flur. Teilweise laufen bis zu acht Hohlwege parallel durchs Gelände. Je nach Erhaltung sind sie bis zu vier Meter tief eingeschnitten und 50 Meter breit. Besonders markant sind die Wege und Ausweichspuren in den Steigungsbereichen erkennbar.
Bei der Tour über den Grenzkamm kamen die Wanderer auch an den bereits im letzten Jahr gesetzten Meilensteinen vorbei. Diese wurden von der Steinmetzschule Pilsen gestaltet und stellen berühmte Persönlichkeiten der Geschichte dar, die auf der Goldenen Straße gereist sind. Kurz nach Sonnenuntergang erreichten die Teilnehmer nach rund 17 km querfeldein die Stadt Tachov. Hier freute man sich auf einen gemütlichen Abschluss der Expedition im Restaurant. Der Vorsitzende Alfred Wolf dankte allen Mitwanderern und vor allem den Freunden aus Tschechien, die die Organisation übernommen hatten. Die Wanderung habe gezeigt, dass der Untersuchung und Dokumentation der Goldene Straße zwischen Bärnau und Tachov eine enorme Bedeutung zukomme. Die Erschließung dieser Trasse durch ein System von Wanderwegen im Rahmen des Geschichtspark-Projekts sei damit genau der richtige Schritt.




