Geschichtspark Bärnau-Tachov kooperiert mit Freilandmuseum Neusath-Perschen
Mit dem Geschichtspark Bärnau-Tachov entsteht in der Oberpfalz ein neues Freilichtmuseum. Grund genug mit den Kollegen in Nabburg Kontakte zu knüpfen und sich mit den Betreibern des Freilandmuseums Neusath-Perschen zu treffen. Nachdem das Projektbüro bereits im August das Freilandmuseum in Neusath besucht hatte, um erste Erfahrungen auszutauschen, kam nun die Museumsleiterin Frau Dr. Angerer nach Bärnau.
Hier informierte Sie sich über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen. Der Wissenschaftliche Leiter und Archäologe Stefan Wolters berichtete über das Projekt und dessen Fortschritt. Nach dem späten Baubeginn werden diesen Winter bereits drei Bauten stehen. Die meisten Häuser sollen im Jahr 2011 fertig gestellt werden. Dazu wird im kommenden Winter das Material vorbereitet, um so bereits zeitig im Frühjahr mit dem Aufbau der ersten Häuser zu beginnen. Wolters zeigte sich optimistisch, dass man bereits im nächsten Jahr die einzelnen Zeitfenster der Mittelalterabschnitte erkennen kann und für den Besucher so klar wird, wie der Geschichtspark Bärnau-Tachov aufgebaut ist.
Frau Dr. Angerer zeigte sich begeistert von dem ehrgeizigen Projekt und sagte ihre volle Unterstützung zu. Auch dachte man bei diesem Treffen schon laut über erste Kooperationsprojekte nach. So könne man sich vorstellen, einen Tagesausflug mit dem Bus im Geschichtspark Bärnau-Tachov beginnen zu lassen und in Neusath-Perschen fortzuführen. Denn auch das Oberpfälzer Freilandmuseum bietet eine erlebnisreiche Zeitreise in das Leben und Arbeiten der Menschen in der Oberpfalz in den letzten 300 Jahren seit dem 17. Jahrhundert. Die mittlerweile rund 50 wieder errichteten Gebäude zeigen das Bauen, Wohnen und Wirtschaften in der regionalen und sozialen Vielfalt aller Oberpfälzer Regionen. Ergänzt durch die mittelalterlichen Bauten des Geschichtsparks aus dem 8. bis ins 13. Jahrhundert hätten die Teilnehmer so die Möglichkeit, über 1000 Jahre Besiedlungsgeschichte in der Region zu erleben.
Dass die Zusammenarbeit auch jetzt schon ganz konkret sein kann zeigt sich daran, dass der mittelalterliche langhalmige Roggen, der im Geschichtspark angesät werden soll, aus Neusath kommt. Insgesamt war sich Frau Dr. Angerer sicher, dass die Oberpfalz mit dem Geschichtspark eine enorme Bereicherung erfährt und auch das Freilandmuseum Neusath-Perschen davon profitieren wird.


