Bayreuther Staatsinstitut für Förderlehrer zu Besuch im Geschichtspark

dsc_0256-klein.jpgBesuch erhielt das Projektbüro des Bayerisch-Böhmischen Geschichtsparks vom Staatsinstitut für Förderlehrer aus Bayreuth. Während dreier Fortbildungstage in der Stützelvilla in Windischeschenbach besuchten 33 Studierende das Geozentrum am Ort, das KZ Flossenbürg, das Langlaufzentrum Silberhütte und die Bärnauer Einrichtung.

Auslöser für diese Besuche ist die Zusammenarbeit des Staatsinstituts mit dem Förderverein Goldene Straße in Altenstadt. Ziel ist Einbindung eines ganzen Ausbildungsjahrgangs für das Thema "Schulpartnerschaften" am Institut praxisbetont umzusetzen. Mit den Besuchen in vier wichtigen Einrichtungen der Landkreise Tirschenreuth und Neustadt/WN wurden nun Weichen gestellt. Ob Geozentrum, KZ Flossenbürg, Langlaufzentrum und Geschichtspark, hier befinden sich Musterbeispiele für Partnerschaftsbegegnungen an der Grenze.

In Bärnau erwartete der Projektleiter des Geschichtsparks, Benjamin Zeitler, die Gäste. Noch ist das Gelände nicht fertig. Dennoch gelang es Zeitler, die Idee und Umsetzung des Parks an der Goldenen Straße zu vermitteln. "Der Besucher im künftigen Geschichtspark Bärnau soll nicht durch ein Museum laufen, sondern durch ein Abbild der Geschichte erleben". Zeitler zeichnete ein Bild vom slawisches Dorf um das Jahr 1000 nach Christus, den überlieferten Hausformen in einem Weiler, eingebunden in die wellige Landschaft der kleinen Flussniederung nahe dem Teich, von Viehhaltung und Ackerbau. An der Grenze zwischen den einstigen westlichen und östlichen Machtgebieten entsteht ein Verwaltungssitz. Gekrönt auf einem künstlichen Hügel mit Wassergraben wird im kommenden Jahr eine hölzerne Turmhügelburg die Landschaft dominieren.

Im Schutze des Turmhügels entsteht eine hölzerne Kirche. Für Schulen und alle Altersgruppen gibt es bereits jetzt Handwerksvorführungen und "Mitmach"-Kurse. Im Einsatz sind Kostüme und Alltagsgegenstände, mittelalterliche Lebenssituationen können nachempfunden werden. "So entsteht der erlebbare Eindruck eines mittelalterlichen Dorfes und der alltäglichen Lebenswelt unserer Vorfahren in dieser Region", erläutert Zeitler den erstaunten Besuchern.