Erste Infotafeln im Geschichtsparkgelände
Seit kurzem können Besucher des Geschichtspark Bärnau-Tachov mit ersten Infotafeln mehr über das Konzept und den Hintergrund dieser Einrichtung erfahren. Dabei wird auch die Siedlungsgeschichte der Region dargestellt. Der Wissenschaftliche Leiter und Archäologe Stefan Wolters hat die Infotafeln inhaltlich konzeptioniert und zusammengestellt. Die Archäologin Petra Wolters hat die Tafeln grafisch entworfen und die Druckvorlage erstellt.
Die erste Tafel widmet sich dem Konzept des Mittelalterparks. Es werden die verschiedenen Zeitfenster dargestellt, die im Geschichtspark eine Zeitreise vom Frühmittelalter (9./10. Jahrhundert) ins Hochmittelalter (12. Jhd.) ermöglichen. Auf der zweiten Tafel kann der Besucher schließlich den Weg vom archäologischen Befund bis hin zur 1:1-Rekonstruktion nachgehen. Im Geschichtspark werden die mittelalterlichen Häuser nur so gebaut, wie Sie archäologisch belegbar sind. Außerdem wird die Bedeutung der experimentellen Archäologie näher beleuchtet.
Auf der dritten Tafel finden sich Informationen zur Siedlungsgeschichte unseres Raumes. Dabei ist vor allem die slawische Besiedlung ab dem 6. Jhd. für die Region entscheidend. Erst langsam, aber friedlich setzen sich fränkische Siedler in der Region fest und bringen mit der Christianisierung die Kirche mit. Dieses Nebeneinander zweier Kulturen wird bis ins Hochmittelalter zu einem Miteinander in dem die Wurzeln des Einzelnen nicht mehr klar unterscheidbar sind und somit eine eigene, neue Identität in der Region geschaffen wurde.
Auf der vierten Infotafel finden sich dann konkret Informationen, wie sich die Häuser anordnen und auf welchen wissenschaftlichen Erkenntnissen diese Häuserstellung beruht. Dabei wird auch auf die Hauptbaustoffe – Holz, Lehm und Stroh – eingegangen. Ergänzend zu diesen Tafeln informieren im Frühmittelalter an den geplanten Standorten konkret Hinweisschilder, welche Häuser dort entstehen sollen. Projektleiter Benjamin Zeitler freut sich, dass sich der Besucher nun in Verbindung mit den fertig gestellten Wegen einen ersten Eindruck vom Frühmittelalterdorf machen kann. Bei ersten Führungen konnte man die neuen Tafeln bereits hervorragend nutzen. Dabei versteht es sich bei dem EU-geförderten, grenzüberschreitenden Projekt von selbst, dass die neuen Informationsmöglichkeiten zweisprachig sind. Bei Interesse für Führungen durchs Gelände für Gruppen kann sich im Geschichtsparkbüro angemeldet werden (09635-9249975 begin_of_the_skype_highlighting 09635-9249975 end_of_the_skype_highlighting;
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