Sparkassenstiftung spendet 50.000,00 EUR

Die Sparkasse in der Region sieht im Geschichtspark des Vereins "Via Carolina" eines der wichtigen Leuchtturmprojekte im Landkreis. Zur Realisierung gibt es aus den Mitteln der Sparkassenstiftung im Kreis eine stattliche Summe von 14 200 Euro. Und die Bayerische Sparkassenstiftung stockt die Summe auf runde 50 000 Euro auf.

Seit sieben Jahren plant der Verein "Via Carolina" bereits seinen "Geschichtserlebnispark" als grenzüberschreitendes Projekt am Ortsrand von Bärnau. Viel Zeit und auch Mittel haben die Mitglieder des Vereins investiert - und stets an ihre Idee geglaubt. Früh schon hat auch die Sparkasse die Bedeutung des Geschichtserlebnisparks erkannt. "Und jetzt findet die Unterstützung ihren krönenden Abschluss", merkte Vorstandsvorsitzender Ludwig Zitzmann am Donnerstag beim Treffen in Tirschenreuth an.

Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Landrat Wolfgang Lippert, bescheinigte, dass das Geld in dem Projekt, "das Hand und Fuß" hat, gut angelegt sei. Freilich erwartet Lippert auch für den gesamten Landkreis positive Auswirkungen durch den Geschichtspark. Und schließlich wollte der Landrat nicht nur den kulturellen Aspekt herausstellen. Das Projekt würde zum Kennenlernen, auch über die Grenzen hinweg, beitragen.

Alfred Wolf, Vorsitzender des Vereins Via Carolina, bedankte sich für die Unterstützung, die "mehr als ein Baustein ist"! Vielmehr würde dies auch ein Signal für andere Geldgeber bedeuten. Kurz beschrieb Wolf den "Geschichtserlebnispark" als ein Projekt einer kompetenten Mannschaft, das eine Brückenfunktion zwischen Nürnberg und Prag einnehmen würde. Damit könnte das Vorhaben auch zum Zusammenwachsen der Regionen beitragen. "Es soll ein überregionales Geschichts-, Tourismus- und Bildungsprojekt werden", so Wolf

Der Geschichtspark soll allgemein nutzbare Bereiche, wie Gastronomie oder Tagungsräume, vorweisen sowie Museumsbereich oder auch Abschnitte, in denen Besucher selbst das Leben des Mittelalters kennenlernen können. "Das Handy muss dann ausgeschaltet bleiben", so Wolf. Ergänzt wird das Projekt durch Maßnahmen des Vereins "Terra Tachovia" auf tschechischer Seite. "Die gesamte Region und vor allem die Stadt Bärnau werden von dem Projekt profitieren", sind sich Wolf und Landrat Lippert sicher.

Ludwig Zitzmann bestätigte den Wert des Vorhabens für die Region. "Es sollte pro Jahr ein Pflichttag für die Schule eingeführt werden, den Geschichtspark zu besuchen!" Die Aussicht auf die persönliche Erfahrung des mittelalterlichen Lebens veranlasste Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer, den jungen Leuten einen Besuch nahezulegen. "Manche Schüler fragen sich, ob ein Leben ohne Handy überhaupt möglich ist!"

Im Dezember, so Wolf, werde sich der Lenkungsausschuss mit dem Vorhaben befassen. Ein Baubeginn sollte dann im kommenden Jahr folgen. Die Bauzeit von vier Jahren selbst will Wolf schon als Erlebnis gestalten, an dem die Menschen aus der Region mitwirken könnten.