Weiterer Meilenstein gesetzt
In mühevoller Arbeit schuf die Bildhauerschule Jaroslav Sindelar im vergangenen Jahr vier Meilensteine, gewidmet geschichtlich bedeutsamen Persönlichkeiten. Nun wurde der vierte Stein des Hl. Adalbert direkt an der „Goldenen Straße“ enthüllt und erhielt durch Bischof Frantisek Radkovsky aus Pilsen den kirchlichen Segen.Damit erfolgte der Lückenschluss zwischen Bärnau und Pernolec, und auch den beiden Standorten des geplanten grenzüberschreitenden Geschichtsparks.
Der Stein Kaiser Karl IV. in Pernolec, der Stein Jan von Luxemburg am ehemaligen südlichen Stadttor von Tachau/Tachov und der Stein des Jan Hus in Bärnau waren bereits im Vorjahr errichtet worden. Zahlreiche Ehrengäste waren in den ehemaligen Sperrbereich gekommen, zwischen Jahrhunderte alten Bäumen an der historischen Altstraße fand der Stein des Bischofs und Nationalheiligen einen ehrenvollen Platz.
Roman Soukup, Vorsitzender des Vereins „Terra Tachovia“, der das Projekt der Meilensteine ins Leben gerufen hatte, dankte vor allem Jaroslav Sindelar von der Bildhauerschule Pilsen, der mit Begeisterung und Herzblut an diesem deutsch-tschechischen Projekt arbeitete.
Er stellte die jahrelange intensive Kooperation mit den deutschen Freunden des Vereins „Via Carolina“ heraus und rief dazu auf, die „Goldene Straße“ als ein Band, das Menschen zusammenführt, wiederzubeleben. Soukup wies auf die Wichtigkeit des geplanten Geschichtsparkprojekts hin und bat dieses Projekt nach Kräften zu unterstützen.
Der Vorsitzende des Vereins „Via Carolina“, Alfred Wolf, erinnerte an die Bedeutung der „Goldenen Straße“ für alle Orte zwischen Nürnberg und Prag. Dieser Weg verband über Jahrhunderte Städte und Menschen. Nach Jahren der Trennung gebe es jetzt wieder ein Miteinander in einem freien Europa. Er ermunterte dazu, die über lange Zeit friedvolle Geschichte der nachkommenden Generation ans Herz zu legen und nahe zu bringen.
Struczek, zweiter Bürgermeister der Stadt Tachov und Beauftragter des Kreises Pilsen für Bildung und Erziehung, stellte die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit heraus. Erst bei der kürzlich stattfindenden Regionalkonferenz des Kreises Pilsen mit Akteuren und Verantwortlichen der Oberpfalz in Regensburg sei die Bedeutung für die Zukunft herausgestellt worden.
Bürgermeister Macak aus Tachov war es vorbehalten, den Stein zu enthüllen. Macak blickte zurück auf die jahrelangen Kontakte und die Zusammenarbeit zwischen Bärnau und Tachov. Für Bürgermeister Peter Hampel aus Bärnau war die Errichtung und Segnung des Meilensteins ein weiterer Mosaikstein des erfolgreichen grenzüberschreitenden Wirkens zwischen beiden Städten.
Bischof Frantisek Radkovsky war eigens aus Pilsen angereist, um den Stein des Nationalheiligen, der von 956 bis 997 lebte, zu segnen. Er sah den hl. Adalbert, den Bischof von Prag, als Vordenker des europäischen Gedankens, seine Treue und Freundschaft zu Otto III., Kaiser des römischen Reiches deutscher Nation, hatte großen Einfluss auf das politische und religiöse Denken der damaligen Zeit.
Zum Abschluss bat Roman Soukup darum, das Bewusstsein für die „Goldene Straße“ wieder zu wecken und lud zum Historischen Handelszug „Fahrendes Volk auf Goldener Straße“ ein, der von 17. bis 19. Juli von Weiden nach Plößberg und schließlich auch nach Bärnau führen wird.
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