Besuch in Ringelai
Informationsbesuch im Kaltenpark Gabreta
Im Rahmen einer Ausflugsfahrt hatte der Verein „Via Carolina e.V.“ den „Keltenpark Gabreta“ in Ringelai auf dem Programm. Dabei wurde die Gruppe vor Ort von Bürgermeister Ludwig Lankl (CSU) empfangen und über die Entwicklung der Einrichtung informiert.
Jahrelang hatte ein Landwirt auf seinem Acker Tonscherben gefunden und gesammelt. Dieser Acker befand sich unmittelbar neben der einstigen Handelsstraße nach Böhmen. Erst in der Diskussion um die Belebung und Unterstützung des Fremdenverkehrs ließ man diese Scherben von fachlicher Stelle untersuchen und kam zu dem erstaunlichen Ergebnis, dass diese aus der Keltenzeit stammten.
Dank der Unterstützung eines Professors der Universität Passau wurde die Idee entwickelt, einen „Keltenpark“ zu bauen. Bürgermeister Lankl fand im Gemeinderat in Ringelai leider Gegenwind gegen diese Idee. Da eine Beteiligung durch die Gemeinde von vorneherein ausgeschlossen wurde, pachtete der Bürgermeister privat die Fläche an und verwirklichte mit dem bfz in Passau und einem Förderverein diese Einrichtung. Erhebliche Summen aus verschiedenen Fördertöpfen flossen in das Projekt.
Über ein Sozialprojekt aus dem Europäischen Sozialfonds wurden verteilt auf drei Jahre mehr als 100 Arbeitslose aus der Region beschäftigt und viele davon im Anschluss daran wieder in den ersten Arbeitsmarkt untergebracht. Darauf sei er besonders stolz, vor allem jungen und älteren Arbeitslosen auf diese Art und Weise geholfen zu haben, betonte der Bürgermeister.
In diesem Jahr habe man in „Gabreta“ erstmals die 25.000-Besuchermarke überschritten. Schon jetzt sei man dabei, weitere Investitionen, mit Förderungen aus europäischen Fördertöpfen, zu planen. Der Keltenpark habe sich deutlich spürbar auf die Gemeinde Ringelai ausgewirkt, zum Keltenfest am letzten Oktoberwochenende würden Gäste bis aus Italien, Frankreich und der Schweiz anreisen.
Aus seinen eigenen Erfahrungen heraus ermutigte Bürgermeister Lankl, trotz aller Widerstände, an der Bärnauer Idee festzuhalten. Er bot seine Unterstützung an, mit Überzeugungsarbeit zu leisten. Zwischenzeitlich habe er das ganze Parkgrundstück privat angekauft und werde es mittelfristig kostenneutral an den Förderverein übergeben. Heute habe das Projekt allgemeine Akzeptanz auch vor Ort. Der Park sei ein Beitrag zum sanften Tourismus und wegen der grenzüberschreitenden Vernetzung von regionaler Bedeutung. Lankl selbst wird im März als Landrat im Landkreis Freyung-Grafenau kandidieren.
Bei der anschließenden Führung mit Frau Riemann konnte sich die Bärnauer Reisegruppe ein Bild davon machen, wie vor mehr als 2000 Jahren die Kelten wohnten und lebten. Rückgezüchtete Arten von Tieren sind eine der Attraktionen im Park. Der Ackerbau in Dreifelderwirtschaft wird vor Ort anschaulich dargestellt. Die Gebäude im Park wurden ausschließlich mit Materialien, die aus der Natur kommen, errichtet.


