ADAC-Tourismuspreis für Vorzeigeprojekt
Mit einem wohl einmaligen Konzept, viel Kreativität und einem "fruchtbaren Miteinander" über die Grenzen hinweg hat sich der Geschichtspark "Bärnau-Tachov" zu einem Leuchtturmprojekt emporgearbeitet. Der Mittelalterpark konnte auch den ADAC beeindrucken. Und der Automobilclub hat dafür seinen bayerischen Tourismuspreis erstmals in den Norden des Freistaats vergeben.
Touristische Vorbildprojekte adelt der ADAC mit seiner Auszeichnung, belohnt die Bemühungen der Verantwortlichen, die mit ihrer Leistung auch beitragen, die "Top-Urlaubsdestination Bayern" weiter an der Spitze in Deutschland zu halten. Die Trophäe, vor drei Jahren geschaffen, durften die ADAC-Oberen, allen voran Tourismus-Vizepräsident Max Stich, am Donnerstag den stolzen Vertretern des Geschichtsparks überreichen. Neben einem Pokal gibt es für die Bärnauer auch ein rund 25 000 Euro teures Marketing-Paket und natürlich die Empfehlungen an die ADAC-Mitglieder.
Projektleiter Dr. Benjamin Zeitler durfte die Gäste im gerade fertig gewordenen Obergeschoss des Zentralgebäudes willkommen heißen. Neben der ADAC-Spitze waren viele Bürgermeister, Vertreter aus der Wirtschaft, Pfarrer Ralph Knoblauch und auch Landrat Wolfgang Lippert als Vorsitzender der Tourismus Arbeitsgemeinschaft Oberpfälzer Wald nach Bärnau gekommen. Mit leckerem Büfett, einer Runde durch den Mittelalterpark und einem durchaus neuzeitlichen Mittagsmahl gab der Gastgeber seine Visitenkarte ab und bot seinen Besuchern einen kleinen Einblick in das Konzept „Mittelalter lernen und erleben“.
„Zum Tourismus gehört Innovation“, verdeutlichte Zeitler den Besuchern. Und der Geschichtspark würde hier als lebendige Einrichtung seinen Besuchern stets Neues bieten wollen. Landrat Wolfgang Lippert bestätigte den hohen Stellenwert des Automobilclubs in Punkto Tourismus. Den Preis sah Lippert auch als Anerkennung der Arbeit der Visionäre, die für die Realisierung des Parks viele Hürden überwunden hätten. Im Park könnten die Besucher authentisch das Mittelalter nacherleben. „Hier ist die Geschichte mit allen Sinnen erlebbar“, so Lippert. Der Preis sei aber auch Ansporn, auf dem ehrgeizigen Weg fortzufahren.
Max Stich, ADAC-Vizepräsident für Tourismus, stellte bei dem Park die hervorragende Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen heraus. „Das wäre ein gutes Vorbild für die Politik“, so Stich. In seinen Ausführungen stellte Stich den Tourismus auch als wichtigen Wirtschaftsfaktor heraus. Die Region könnte hier eine Riesenchance nutzen.Und der ADAC, bei dem jährlich rund 25 Millionen Anfragen allein zu diesem Thema eingingen, könnte hier unterstützen. Freilich sei es für den dauerhaften Erfolg unerlässlich, das Angebot auf hohem Niveau zu halten. „Bleiben sie konsequent auf Kurs“, gab Stich dem Team des Geschichtspark sowie der gesamten Urlaubsregion mit auf den Weg.
Der ADAC-Chef für Nordbayern, Herbert Behlert, sah den Preis ebenfalls als Beitrag, den Freistaat dauerhaft an der Spitze der deutschen Urlaubsländer zu halten. „Wir wollen Vorbilder aufspüren und auszeichnen“, so Behlert. In Bärnau gefiel dem Vorsitzende, dass hier ein innovatives Projekt für die Besucher aktiv genutzt werden könnte. Und der ADAC hätte das Projekt aus einer Reihe hochwertiger Bewerber ausgewählt. „Der Geschichtspark ist ein Gewinner und ein Gewinn für die Region“, lautete das Fazit Behlerts.
Aus: Der NEUE TAG vom 17.02.2012, Autor: Werner Schirmer.


