Start der 2. Museumsführerausbildung
Diese Woche startete die zweite Museumsführerausbildung des Geschichtspark Bärnau-Tachov. Dabei ist das Interesse für diesen Kurs wieder sehr groß. 14 Teilnehmer u.a. aus Bärnau, Flossenbürg, Wunsiedel, Tirschenreuth und Mantel werden den sechswöchigen Kurs besuchen. „Wir wollen Sie soweit bringen, dass Sie mit Begeisterung, frei und fesselnd über den Geschichtspark und die reichhaltige Besiedlungsgeschichte unserer Region sprechen können“ beschrieb Projektleiter Dr. Benjamin Zeitler das Kursziel. Jeder Teilnehmer soll nach Abschluss des Kurses in der Lage sein, eine Museumsführung zu absolvieren und Gäste von nah und fern durch den Geschichtspark zu führen.
Wissenschaftler Leiter Stefan Wolters will dafür sorgen, dass die Teilnehmer auch die entsprechenden Inhalte erhalten und wiedergeben können. Neben einer allgemeinen überblicksartigen Einführung zur Mittelalter- und Regionalgeschichte, wird im Speziellen auf die slawische und anschließend deutsche Besiedlung in der Region eingegangen. „Dabei geht es uns zwar auch um die Darstellung von Fakten, aber im Wesentlichen um eine Erklärung und Darstellung der mittelalterlichen Lebenswelten“, so Wolters. Mit Hilfe der Rekonstruktionen im Geschichtspark Bärnau-Tachov kann man so einen tiefen Einblick in das mittelalterliche Leben geben.
Dritter im Kursteam ist Thomas Völkl aus Kemnath. Der Diplom-Kaufmann Völkl arbeitet seit sieben Jahren als Rhetoriktrainer und Sprecherzieher. Dabei gehe es eigentlich darum, vorhandene Fähigkeiten zu verfeinern und gezielt einzusetzen: "Wir alle kommunizieren ja von klein auf ständig, mit Worten oder mit der Körpersprache. Doch entscheiden Nuancen bei Stimmführung, Mimik und Gestik über die Wirkung des Vortrags."
"Ihre Aufgabe wird nicht sein, die Besucher zu belehren, sondern sie für den Geschichtspark zu begeistern." Fakten seien wichtig, doch dürften sie nicht im Lexikon- oder Lehrbuchstil dargeboten werden. Völkl: "Entscheidend ist, dass Sie Geschichten erzählen über das Leben im Mittelalter, über die täglichen Gebräuche und Handlungsweisen. Weben sie um die historischen Begebenheiten amüsante Formulierungen, setzen sie persönliche Akzente."
In der ersten Stunde wurden den Teilnehmern dann auch schon die ersten Grundlagen der Rhetorik, Regionalgeschichte und Archäologie beigebracht. Bis zum Ende der Ausbildung im April 2012 soll dieses Wissen nun beständig erweitert werden, damit die neuen Museumsführer bereits zu Beginn der neuen Saison fit sind für die anstehenden Führungen.


