Wissenschaftlicher Beirat beeindruckt vom Fortschritt

20110222_weiden_aus_weiden.jpg.originalÜberrascht und beeindruckt zeigte sich der Wissenschaftliche Beirat bei seiner 4. Sitzung im Geschichtspark Bärnau-Tachov. Man konnte kaum glauben, was seit der letzten Sitzung im Juni geschafft wurde. Der enorme Fortschritt wurde gemeinsam begutachtet. Dazu tagte man zum ersten Mal im völlig neuen Seminarraum des Geschichtspark.

 

Dr. Michael Henker, Sprecher des Rates und Direktor der nichtstaatlichen Museen in Bayern, betonte anfangs, dass allein die Eröffnung beeindruckend gewesen sei – Erstmals überhaupt war deswegen der Wissenschaftsminister Dr. Heubisch in den Landkreis Tirschenreuth gekommen. Dies unterstreiche den Stellenwert des Geschichtsparks in den Münchner Ministerien. Auch sonst war er und seine Kollegen des Wissenschaftlichen Beirats imponiert vom guten Start, von dem der Projektleiter Dr. Benjamin Zeitler und der Wissenschaftliche Leiter Stefan Wolters berichteten. So war man bis Ende Juli mit der Fertigstellung der Außenanlangen und der Gebäudlichkeiten beschäftigt, während man seit der Eröffnung vor allem mit Fragen des Betriebs konfrontiert sei. Der Vereinsvorsitzende Alfred Wolf informierte weiter, dass im Herbst die Arbeiten wieder aufgenommen wurden, um das Gelände winterfest zu machen und für die größeren Baumaßnahmen im kommenden Jahr vorzubereiten.

Größeren Raum nahm noch der Ausbau der wissenschaftlichen Nutzung des Geschichtsparks Bärnau-Tachov ein. Dies war Herrn Prof. Dr. Ingolf Ericcson (Universität Bamberg) und Herrn Dr. Jochen Haberstroh (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) sehr wichtig. Nachdem nun die Infrastruktur funktioniere, sei es von großer Bedeutung, das wissenschaftliche Potential der Anlage zu nutzen. Dies ist dem Geschichtsparkteam ein ebenso großes Anliegen und der Archäolge Stefan Wolters hatte deshalb verschiedene Kooperationsmodelle mit der Universität Bamberg vorbereitet. Auf jeden Fall sollen im nächsten Sommersemester eine Exkursion und im Herbst eine Tagung in Bärnau stattfinden.

Im Anschluss an die inhaltliche Diskurssion wurde der Eindruck durch eine ausführliche Ortsbegehung abgerundet. Der Fortschritt in allen Belangen und die Einhaltung des hochambitionierten Konzepts riefen abermals bei den Beiratsmitgliedern Hochachtung und breite Zustimmung hervor. Vor allem waren Sie erfreut, dass trotz des zeitlichen Drucks die wissenschaftlichen Belange immer Vorrang hatten und die Anlage weiterhin in exzellenter Weise den aktuellen Stand der Mittelalterarchäologie wiedergebe.