Lehrerfortbildung des Tirschenreuther Schulamts

110928_lehrerfortbildung.jpgDer Zuspruch war enorm: Die Lehrerfortbildung des Tirschenreuther Schulamts zum Geschichtspark lockte rund 60 Lehrer nach Bärnau. Dort konnten sie das neue archäologische Freilandmuseum besichtigen und Möglichkeiten der Einbindung in den Schulunterricht kennen lernen. Start der Veranstaltung war im neuen Infozentrum. Bei der Begrüßung zeigte sich Schulrat Rudolf Kunz über die große Resonanz sehr erfreut. So waren nicht nur alle Schularten des Landkreises von der Grundschule bis zur Berufsschule vertreten, sondern auch viele auswärtige Lehrer dabei. Sogar das Gymnasium Bogen aus Niederbayern war mit zwei Lehrern zugegen. Der Schulrat sah im Geschichtspark enormes Potential für die Region und hoffte auf eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Museum und den Schulen.


Projektleiter Dr. Benjamin Zeitler und der Archäologe Stefan Wolters stellten dann das neue Museum vor. Dabei betonten sie die verschiedenen museumspädagogischen Ansätze, die Schritt für Schritt im Gelände zum Tragen kommen. Zeitler sah den Geschichtspark als einen Lernort, in dem Kinder und Erwachsene Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes erleben können. Damit eigne sich das archäologische Freilandmuseum optimal zur Vertiefung und Ergänzung des in der Schule erlernten Wissens.

Stefan Wolters ging näher auf die Gruppenprogramme ein, die speziell für Schulklassen entwickelt wurden. Sie bieten die Möglichkeit, sich von einer bis zu vier Stunden im Geschichtspark aufzuhalten und dort das Alltagsleben des Mittelalters in Theorie und Praxis zu erfahren. Themen dieses Programms sind unter anderem Ernährung im Mittelalter, Spiele im Mittelalter, Feuer machen oder die Mittelalter-Ralley. Nicht nur der Park, auch das museumspädagogische Programm wird laufend weiterentwickelt und soll dabei stets an den Bedürfnissen der Schulen orientiert sein. So flossen etwa die Erfahrungen aus den ersten Schulklassenbesuchen direkt in das Gruppenprogramm ein. Wolters ermunterte die Lehrer sich ebenso mit einzubringen und ihre Wünsche an den Geschichtspark heranzutragen. Insgesamt freue man sich auf eine fruchtbare Kooperation zum Wohle der Schüler.

Nach den Ausführungen konnten die Lehrer noch im Rahmen einer Gruppenführung die 1:1-Rekonstruktionen der mittelalterlichen Gebäude besichtigen und sich von der Qualität der Anlage überzeugen.