Die bayerische Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel (FDP) schwärmt in den höchsten Tönen vom Bärnauer Geschichtspark.
„Hier entwickelt sich ein Tourismusmagnet mit großer Anziehungskraft für Bayern und die Tschechische Republik und darüber hinaus“, sagte die Politikerin. Zusammen mit dem tschechischen Vizeminister für Regionalentwicklung, Michal Janeba, unterzeichnete sie am Donnerstag in Bärnau eine Willenserklärung zur Fortführung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Bayern und Böhmen sollen noch enger zusammenwachsen. Das bekräftigten am Donnerstag die bayerische Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel (FDP) und der tschechische Vizeminister für Regionalentwicklung, Michal Janeba. In Bärnau unterzeichneten die beiden Politiker eine „Willenserklärung zur Fortführung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.“ Die Unterschrift erfolgte an einem Ort, der explizit für das bayerischböhmische Miteinander geschaffen ist: Im noch nicht ganz fertiggestellten Verwaltungsgebäude des Geschichtsparks Bärnau. Diese Einrichtung ist nicht nur Ergebnis einer grenzüberschreitenden Initiative, sie führt auch anschaulich das friedliche und gedeihliche Zusammenleben von Germanen und Slawen, Bayern
und Böhmen vor Augen. Die Willenserklärung untermauert die Forderungen aus Bayern und Tschechien nach einer Fortsetzung des Förderprogramms Interreg der Europäischen Union. Für die nächste Förderperiode von 2014 bis 2020 werden jetzt die Weichen gestellt.
Den Geschichtspark Bärnau bezeichnete die FDP-Politikerin als Musterbeispiel für grenzüberschreitende Kooperation. „Der Standort für den Geschichtspark sei vortrefflich ausgewählt worden, sagte die Politikerin, auch weil Bärnau an der „Goldenen Straße“, genau auf halber Strecke zwischen Nürnberg und Prag, liege. Die bayerisch-tschechische Willenserklärung wollte Hessel als Signal verstanden wissen, dass „wir uns mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die EU-Mittel zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im gleichen Umfang fließen wie bisher und die Abwicklung möglichst unbürokratisch und einfach gestaltet wird.“
Aus der Neue Tag vom 26.08.2011.


