Freiwillige des Sozialen Jahrs im Denkmalschutz besichtigen Geschichtspark
Seit September letzten Jahres wird der Geschichtspark Bärnau-Tachov von zwei jungen Männern unterstützt, die über die Jugendbauhütte Regensburg ein „Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege (FDJ)“ absolvieren. Im Rahmen eines begleitenden Fachseminars stellten die beiden nun anderen „FDJlern“ der Jugendbauhütte ihren außergewöhnlichen Arbeitsplatz in Bärnau vor.
Bereits seit einigen Jahren bieten die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) ins Leben gerufenen „Jugendbauhütten“ in der Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienst e. V. (igd) jungen Menschen zwischen 16 und 26 Jahren die Möglichkeit, ein „Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege (FDJ)“ zu absolvieren. Dabei können sich die Jugendlichen selbst für einen Einsatzort in Denkmalpflegebehörden, Architektur- und Planungsbüros, Museen und anderen kulturellen Einrichtungen bewerben. Neben der praktischen Tätigkeit am Einsatzort werden in begleitenden Seminaren Stil- und Materialkunde, Forschungs- und Arbeitsmethoden, Grundlagen der Denkmalpflege sowie die Bedeutung des europäischen Kulturerbes vermittelt.
In diesem Rahmen nahmen die beiden Bärnauer Freiwilligen Manuel Auchter und Florian Weigelt an einem Fachseminar zu Glasmalerei und Jugendstil teil. Zusammen mit anderen FDJlern verbrachten sie eine Woche auf der Altglashütte und bildeten sich in Werkstätten und Seminarsitzungen fort. Am Donnerstag stand dann ein Ausflug nach Waldsassen auf dem Programm, bei dem sich die jungen Menschen in der Glashütte Lamberts über den Betrieb informierten und die Basilika sowie die Klosterbibliothek besichtigten. Die Rückfahrt nach Altglashütte nutzten Florian und Manuel, um ihren „Kollegen“ sowie dem Leiter der Jugendbauhütte Regensburg, Christoph Bücker, stolz ihre Einsatzstelle im Geschichtspark Bärnau-Tachov zu präsentieren. Projektleiter Benjamin Zeitler führte die Gruppe über das Gelände und erläuterte das Konzept des grenzüberschreitenden archäologischen Freilichtmuseums. Trotz der eisigen Temperaturen zeigten sich die Jugendlichen sehr interessiert und waren begeistert von der Idee und dem bisherigen Baufortschritt.
Bis im August ihr FDJ beendet ist, werden Manuel und Florian die Arbeiten im Geschichtspark noch tatkräftig unterstützen. Doch auch danach will der Geschichtspark Bärnau-Tachov die Zusammenarbeit mit der Jugendbauhütte Regensburg fortführen und bietet daher ab 1. September 2011 wieder zwei Plätze für ein FDJ an. Interessierte können sich auf der Homepage der Jugendbauhütte Regensburg (http://jbh-regensburg.ijgd.de) informieren und ihre Bewerbungsunterlagen einreichen.


