Richtfest beim Infozentrum für den grenzüberschreitenden Geschichtspark

110120_richtfest.jpgBärnau. (bz) Auch wenn es richtig kalt war an diesem Donnerstagnachmittag, Alfred Wolf und seinen Mitstreitern wurde es so richtig warm ums Herz: "Via Carolina", der Trägerverein für den grenzüberschreitenden Geschichtspark feierte Richtfest des Infozentrums.

Und das ist nicht nur das Herzstück des über vier Millionen Euro teuren und von Europäischer Union, Freistaat, Bezirk und Landkreis besonders geförderten Projektes. "Das ist auch die Zentrale und Ideenschmiede unseres Vereins", hob der Vorsitzende das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder hervor.

Gleichzeitig soll es auch der kulturelle Kristallisationspunkt werden. Vor hier aus auch stellt sich Wolf die touristische Erschließung der Region vor. Die Anbindung an die "Goldene Straße" und an das grenzüberschreitende Radwegenetz sei quasi vor der Haustüre.


Von 3500 ehrenamtlichen Stunden allein in den vergangenen zehn Monaten seit dem ersten Spatenstich sprach Projektleiter Benjamin Zeitler. Er bedankte sich nicht nur bei Fördergebern und Sponsoren, sondern vor allem auch den Planern und Handwerkern. "Mittlerweile haben wir bereits über eine Million Euro ausgegeben, die größtenteils der heimischen Wirtschaft zugute gekommen sind."

Wie sehr auch die Freunde in Tschechien hinter dem Projekt stehen, machte Frantisek Curka deutlich. Der Bürgermeister von Halze ist auch Präsident der Euregio Egrensis Arbeitsgemeinschaft Böhmen. "Wir schätzen diese Initiative", sagte er auch im Namen von des früheren Senators Ladislav Macák aus Tachau. Der Geschichtspark sei ein Mittel, um die Region diesseits und jenseits der Grenze noch attraktiver zu gestalten.

Das sah auch Landrat Wolfgang Lippert so, der auch im Namen von MdL Tobias Reiß und 2. Bürgermeisterin Cornelia Schwamberger die Zielstrebigkeit und die Nachhaltigkeit der gesamten Mannschaft würdigte. Und der Landrat war schon neugierig, wie das Haus mit Leben erfüllt wird.

Bericht aus Der Neue Tag vom 22.01.2010.